29. Juni 2014, Berlin

Initiative für mehr Wettbewerb

Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen Vergabeverfahren

Die „wett­be­werbsin­i­tia­ti­ve“ hat An­fang Ju­ni 2014 ei­ne Be­schwer­de bei der Eu­ro­päi­schen
Kom­mis­si­on über die zu ho­hen und re­s­trik­ti­ven Zu­gangs­be­schrän­kun­gen von Wett­be­wer­ben
und Ver­ga­be­ver­fah­ren bei der An­walts­kanz­lei „Fresh­fields Bruck­haus De­rin­ger“ in
Auf­trag ge­ge­ben. Die Gel­der da­für wur­den über ei­ne Spen­den­ak­ti­on, an der sich ei­ne
Viel­zahl Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen be­tei­ligt ha­ben, ge­sam­melt.

Wett­be­wer­be sind Aus­druck ei­ner frei­en und chan­cen­g­lei­chen Ge­sell­schaft. Ihr of­fe­ner
Zu­gang stellt ei­nen recht­lich ge­si­cher­ten Wert und ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zur Bau­kul­tur
in un­se­rem Land dar. Doch die Ver­ga­be­ver­fah­ren öf­f­ent­li­cher Auf­trag­ge­ber für
Pla­nungs­leis­tun­gen in den Be­rei­chen Ar­chi­tek­tur, Land­schafts­ar­chi­tek­tur und
Stadt­pla­nung sind durch ei­ne sys­te­ma­ti­sche Aus­g­ren­zung der gro­ßen Mehr­heit der
in Deut­sch­land tä­ti­gen Bür­os ge­kenn­zeich­net. Auf Grund re­s­trik­ti­ver
Zu­gangs­be­schrän­kun­gen be­steht für die meis­ten Bür­os kei­ne Mög­lich­keit mehr, an
die­sen Ver­fah­ren teil­zu­neh­men - fast der kom­p­let­te Be­rufs­stand bleibt da­mit von
öf­f­ent­li­chen Bau­auf­ga­ben aus­ge­sch­los­sen. Dies führt zu ei­ner enor­men Ein­schrän­kung
der Di­enst­leis­tungs- und Wett­be­werbs­f­rei­heit, ver­stößt ge­gen we­sent­li­che Grund­sät­ze
der VOF und RPW so­wie ge­gen das Ge­setz zur Ver­mei­dung von
Wett­be­werbs­be­schrän­kun­gen (GWB).

Die „wett­be­werbsin­i­tia­ti­ve‘ ruft daher bun­des­weit Ar­chi­tek­ten, Land­schafts­ar­chi­tek­ten
und Stadt­pla­ner auf, die­sem Vor­ha­ben als na­ment­li­che Un­ter­stüt­zer zu­sätz­li­ches Ge­wicht
zu ver­lei­hen. Weitere Informationen unter: www.wettbewerbsinitiative.de

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