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Bauwerk des Jahres 2011

Einfamilienhaus Eulenkrugpfad in Hamburg-Volksdorf

 
Projekt:
Einfamilienhauses Eulenkrugpfad in Hamburg-Volksdorf
Bauherr:
Lagemann Projektentwicklung
Architekt:
LA`KET Architekten
Tragwerksplanung:
OSJ Ingenieure
 
Im Wohnhaus Eulenkrugpfad in Hamburg-Volksdorf, einem bevorzugten Stadtteil für Villen und Einfamiliengrundstücke, spürt man die enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn und Architekten in jedem Detail. Obwohl entsprechend dem Zeitgeschmack rechtwinklig und zurückhaltend in der Form, trägt das Haus nahezu organische Züge. Getreu dem Grundsatz Sullivans folgt die Form der Funktion, und zwar nicht nur dem vordergründig praktischen Nutzen – hier zeigen sich eher Schwächen, wie in der für das Kochen begrenzt nutzbaren Küche – sondern in der emotionalen Qualität, dem Gefühl, welches die Räume den Menschen vermitteln. Essentielle Dinge des Alltags in der Familie, wie gemeinsames Essen, Miteinandersprechen, sich Zurückziehen finden vielschichtige Orte. Jeder dieser Orte ist auf spezielle Weise über den puren Zweck hinaus mit einer Qualität anreichert, die ihn zu einem Besonderen macht. Es ist dies eine seltene Eigenschaft von Häusern, die heute gern nach geometrischen Prinzipien, statt nutzerspezifischen Qualitäten entworfen werden. Hierbei wurde die für dieses Einfamilienhaus charakteristische Beziehung zwischen gestaltetem Garten und jeweiligem Lebensbereich durch gestalterische Mittel, wie Blickachsen, natürliches und künstliches Licht, Helligkeit und Schattenwirkungen sowie klare, auf wenige Materialien reduzierte Oberflächenstrukturen, gezielt verstärkt und verleihen dem Gebäude Ruhe und Gelassenheit. Der mit japanischen Anklängen durchgestaltete Garten durchzieht das Haus. Der Ablauf der Jahreszeiten ist hier Gestaltungselement. Große Fensterflächen lassen die Grenzen zwischen Garten und Wohnraum verschwinden. Der puristische Garten verstärkt die Kraft der Gestalt einzelner Pflanzen, ist allerdings dann auch von deren nachhaltiger Qualität abhängig.

Zusammenfassend kann man sagen: das Konzept des Hauses ist ein Kunstgarten, in dem Funktionen wie Essen, Schlafen, Reinigen, Relaxen etc. angeordnet und mit einer Schutzhülle umkleidet werden. Gestalterische Mittel sind Bauteile, wie Wandscheiben, „Boxen“, Platten etc., deren konsequente Detaillierung und sensible Materialauswahl dem Ganzen eine warme, klare Charakteristik geben. Umweltschonend wird dies durch ein intelligentes Heiz- und Kühlsystem, bestehend aus Wärmepumpe, Erdsonden, Photovoltaik und Betonkernaktivierung  klimatisiert. Dieses Prinzip wurde vorbildlich von Bauherren, Architekten und Ingenieuren umgesetzt und so entstand hier ein
BAUWERK DES JAHRES 2011.

Hamburg, den 01. Oktober 2012
roderjan architekten
Nils Roderjan

Fotos: Meike Hansen

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