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Bauwerk des Jahres 2003

Elbberg Campus, Altona

 
Projekt:
Elbberg Campus, Altona
Bauherr:
Kommanditgesellschaft 23, Verwaltungsgesellschaft DWI de Waal Grundbesitz mbH & Co, Hamburg
Architekt:
BRT Architekten Bothe ,Richter , Teherani
Tragwerksplanung:
Dr.-Ing. Binnewies, Hamburg
Landschaftsarchitekten:
Müller + Tradowski, Hamburg
 
Mit dem Namen "Elbberg-Campus" bezeichnen die Architekten ein Ensemble, das sich aus verschiedenen Gebäuden unterschiedlicher Nutzung zusammensetzt. Sie sind unterirdisch durch drei Garagenebenen und oberirdisch durch einen bemerkenswert gestalteten hofartigen Park - den Campus - miteinander verbunden. Die verschiedenen Ebenen und die miteinander kommunzierenden Baukörper sind durch Treppen, Rampen und Brücken verknüpft. So ist ein in sich geschlossener "Mikrokosmos" entstanden, der die Hanglage unterhalb des Altonaer Balkons sehr subtil aufnimmt und seinerseits starke Akzente im stŠädtebaulichen Umfeld setzt.

Dies wird insbesondere bewirkt durch die ungewöhnliche und individualistische Formgebung der Architektur, die das bereits 5 Jahre zuvor demonstrierte Credo des benachbarten Loftgebäudes aufnimmt und variiert. Der zwischen den neuen Gebäuden verbliebene Altbau bekommt damit eine fast abstrakt anmutende eigene Qualität.

Ein Beispiel für das in der Architektur immer wieder auftauchende Schiffsmotiv stellt der Gebäudeteil auf der Südseite zur Großen Elbstraße dar. Die expressive Plastik des Baukörpers beherrscht mit ihren großflŠchig gestalteten Fassaden den Blick von Westen. Die "Kommandobrücke" lehnt sich an den Altbau, der durchlaufende Gebäudesockel bildet den Schiffsrumpf, dessen Bugspitze Richtung Nordsee weist. Fast scheint es so, als würde der Dampfer jederzeit wieder ablegen wollen.

Auch die gemischt genutzten, in den Hang gebauten und in den oberen Etagen mit begehrtem Elbblick ausgestatteten Wohnlofts nehmen den Duktus der neuen Architektursprache auf, die sich der Einordnung in eine der vielen Stilschubladen entzeiht. So ensteht eine eigene Adresse.

Virtuos abgerundet wird das Ganze letztlich durch die Freianlagen. Das System von Wegeführungen, Stufungen und Platzbildungen stellt eine eigene Erlebniswelt mit faszinierenden Blicken über den Elbstrom dar. Lichthöfe sind den jeweiligen Gebäuden zugeordnete halböffentliche Räume mit jeweils eigener Charakteristik und ermöglichen die Belichtung und Belüftung der Untergeschosse. Materialwahl, Bepflanzungen, Pflasterungen und Ausstattungsdetails sind delikat aufeinander abgestimmt.

Der für eine so komplexe Gesamtanlage erforderliche konstruktive Aufwand läßt sich nur erahnen und stellt eine Ingenieurleistung hohen Ranges dar.

So ist hier durch das Zusammenwirken verschiedener Fachdisziplinen mit dem Bauherrn, der Ungewöhnliches wagte und förderte, ein Gebäudekomplex entstanden, welcher der schon häufig zitierten Perlenkette am Elbufer, deren Perlen manchmal etwas gleichförmig geraten sind, einen besonders glänzenden Edelstein hinzufügt.

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