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Bauwerk des Jahres 2010

„Treehouses“ an der Bebelallee

 
Projekt:
„Treehouses“ an der Bebelallee
Bauherr:
Robert Vogel GmbH & Co
Architekt:
Blauraum Architekten
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro Dr. Binnewies
 
Aufgabe der Architekten war es, ein Konzept für die Nachverdichtung einer 50 Jahre alten Wohnanlage zu entwickeln, das zugleich den heutigen energetischen Anforderungen entspricht. Sie schlugen dem Bauherrn die Erhaltung, Aufstockung und Modernisierung der vorhandenen Bausubstanz vor.

Diese Lösung ermöglichte die Schonung des wertvollen Baumbestandes und  die Beibehaltung des städtebaulichen Charakters der Zeilenbebauung .

Die Architekten entwarfen eine ein- bis zweigeschossige Aufstockung der bisher zwei- und dreigeschossigen Altbauten, so dass die Baukörper nun einheitlich vier Geschosse aufweisen. Sie erreichten damit fast eine Verdoppelung der Wohnflächen – bei gleichzeitiger Halbierung des jährlichen CO2-Ausstoßes.

Die geringen statischen Reserven der Altbauten veranlassten die Architekten zu einer intelligenten Konstruktion der Neubauteile, die sie in einer Holztafel-Fertigteilbauweise ausführten und konsequent mit Schindeln aus Zedernholz verkleideten – eine ungewohnte aber gelungene Kombination
mit dem hellbeigen Verblendmauerwerk aus dänischen Dünnformatsteinen, mit denen die Wärmedämmung der Fassaden des Altbestandes  verkleidet wurde.

So entstand ein Ensemble aus Teilen, die auf den alten Baubestand zurückgehen in harmonisch wirkender Kombination mit phantasievoll, meist über zwei Etagen als Maisonettewohnungen konzipierten Aufbauten mit großzügigen Dachterrassen und Loggien.
Die Gesamtanlage lebt auch von diesem Zusammenspiel.

Ziel der Architekten war es, „ein innerstädtisches Wohnquartier zu schaffen, das seine Herkunft nicht verleugnet“. Dieses Ziel haben sie erreicht. Dem Bauherrn und den am Bau Beteiligten ist es darüber hinaus gelungen, in beispielhafter Weise zu zeigen, wie zugleich eine maßstäblich gelungene Nachverdichtung  und eine energetisch vorbildliche Lösung ermöglicht werden kann. Das Projekt hebt sich insofern überzeugend von den sonst in Hamburg gängigen Methoden und Ergebnissen ab.

Klaus-Dieter Ebert, 27.08.11 / 12.10.11

Fotos: Martin Schlüter Fotografie

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