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Bauwerk des Jahres 2003

Geschäftshaus Neuer Wall 30

 
Projekt:
Geschäftshaus Neuer Wall 30
Bauherr:
Neuer Wall Verwaltungsgesellschft mbH
Architekt:
KBNK Architekten Kähne/Birwe/Nähring/Krause
Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro A.H. Matthies
 
Neuer Wall ist die Geschäftsstraße der Hamburger Innenstadt, in der bedeutende Marken der internationalen Designerelite vertreten sind. Viele dieser Geschäfte findet man nicht in den Passagen. Sie suchen individuelle Adressen in den Geschäftsstraßen der Innenstadt mit erstklassiger Architektur.

Die Straße "Neuer Wall" hat zwar einen guten Klang, ist aber als öffentlicher Raum noch nicht so weit. Fahrbahn, Stellflächen und Gehwege lieblos asphaltiert und mit Beton-Gehwegplatten belegt, warten auf bessere Zeiten.

Durch vielfache Neu- und Umbauten ist die Architektur der Straße in den letzten Jahren in Bewegung gekommen. Die Frage war und ist: Wie baut man am Neuen Wall zwischen historischen, modernen oder postmodernen Fassaden unterschiedlichster Epochen.

Die Architekten und ihr Bauherr haben auf diese Frage eine angemessene, zeitgemäße und nachhaltig gültige Antwort gegeben. Sie basiert auf dem Dialog mit dem städtebaulichen Umfeld und stellt sich im Kontext selbstbewußt aber nicht auffällig dar. Dies ist ablesbar an der überaus delikaten Komposition der Fassaden, der Höhenfestlegung und der Anbindung an die benachbarten Dächer. Das großzügige und offene Volumen im Erdgeschoss stellt über den Innenraum eine optische Verknüpfung zwischen Straße und Fleet her. Damit wurde die Möglichkeit die Geschosse zwischen Straße und Fleet "durchwohnbar" zu machen umgesetzt. Für den Passanten vermittelt sich diese Transparenz über das großstädtische Schaufenster.

Das Haus Neuer Wall 30 ist eigentlich kein reiner Neubau. Es handelt sich vielmehr um einen Umbau bzw. eine Erweiterung. Die Aufstockung um 2 1/2 Geschosse bei gleichzeitiger Stützenfreiheit der Grundrisse mit neuer Tiefgründung unterhalb der Gründungsebene des Altbestandes haben besondere Anforderungen an den Tragwerksplaner gestellt.

Bestechend an diesem Bauwerk des Jahres ist vor allem das kontrollierte Maßgefühl bei der Wahl von Material und Proportionen. Diese Art von Disziplin lässt eine Gegenwartsarchitektur ohne geschmäcklerische oder betont formale Intentionen entstehen. Der Neue Wall und die Hamburger Innenstadt können davon mehr vertragen.

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