Auszeichnungen - Chateauneuf-Medaille

Chateauneuf-Medaille

Die „Chateauneuf-Medaille“ des AIV wurde erstmals 1999 anlässlich des 200. Geburtstages von Alexis de Chateauneuf, dem großen Baumeister der Alsterarkaden und der Alten Post, vergeben.
Ausgezeichnet werden Einzelpersonen oder ehrenamtlich tätige Institutionen, die sich mit großem persönlichen Einsatz über ihre beruflichen Verpflichtungen hinausgehend für stadtbildprägende Bauten und Projekte eingesetzt haben. Trotz ihrer noch jungen Geschichte genießt diese Auszeichnung des AIVHamburg in der Fachöffentlichkeit bereits hohe Wertschätzung. Die Bronzemedaille (siehe Abbildung) wurde von dem Hamburger Metallbildhauer Winnie Schaak gestaltet.
Die bisherigen Preisträger
1999     Helge Adolphsen
2002     Wolfgang Poppelbaum
2005     Fritz-Schumacher-Gesellschaft
2008     Peter Dietrich
2014     Hermann-Reemtsma-Stiftung
Helge Adolphsen
Erster Preisträger der Chateauneuf-Medaille 1999 war Hauptpastor Helge Adolphsen, der sich in den vorangegangenen Jahren mit unermüdlichen Einsatz für die Sanierung der Hauptkirche St.Michaelis, Hamburgs Wahrzeichen dem Michel, eingesetzt hatte. In Anwesenheit des damaligen 1.Bürgermeisters Ortwin Runde wurde die Medaille am 6.Mai anlässlich des 150sten Jahrestages des Wiederaufbaus von St.Petri durch Chateauneuf und Fersenfeldt nach dem Hamburger Brand von 1842 im frisch restaurierten Herrensaal überreicht. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Professor Friedhelm Grundmann.
Wolfgang Poppelbaum
Wolfgang Poppelbaum, Vorstand der Hamburger Feuerkasse, erhielt die Chateauneuf-Medaille 2002 für langjährige Unterstützung vieler denkmalpflegerischer Projekte und stadtgeschichtlicher Publikationen. Der Festakt wurde im neu restaurierten Kesselhaus in der HafenCity begangen. Laudator war der Preisträger von 1999 Helge Adolphsen.
Fritz-Schumacher-Gesellschaft
Die Chateauneuf-Medaille 2005 wurde der Fritz-Schumacher-Gesellschaft für wissenschaftliche Aufarbeitung, Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Bewahrung des Lebenswerkes von Fritz Schumacher verliehen. Beziehungsreicher Ort für die Übergabe der Medaille war das Schwesternhaus des Universitätskrankenhauses Eppendorf, das soeben denkmalgerecht sanierte sogenannte Erikahaus von Fritz Schumacher. Laudator war der vorangegangene Preisträger Wolfgang Poppelbaum.
Peter Dietrich
Als vierter Preisträger erhielt Peter Dietrich die Chateauneuf-Medaille 2008 für seine außerordentlichen Verdienste bei der Vorbereitung des Jahrhundertprojektes HafenCity in seiner Funktion als Vorstand der HHLA. Der Festakt fand am 7.Juni 2008, auf den Tag genau elf Jahre nach der ersten öffentlichen Präsentation des Projektes HafenCity, im Hauptgebäude der HHLA, dem sogenannten Hafenrathaus, statt. In einer eindringlichen und überaus spannenden Laudatio ließ Hamburgs erster Bürgermeister a.D. Dr.Henning Voscherau vor 120 Gästen noch einmal die Jahre der von Peter Dietrich unter strengster Geheimhaltung mit ungeheurem Mut und hohem persönlichen Risiko betriebenen Grundstücksaufkäufe für die HHLA Revue passieren. Erst auf dieser Grundlage konnte das Projekt HafenCity überhaupt in Angriff genommen werden.
Hermann-Reemtsma-Stiftung
Die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler überreichte dem Stiftungsvorstand, Herrn Voswinkel und Herrn Dr. Schäfer, die Chateauneuf-Medaille am 2. April 2014 im Ernst-Barlach-Haus und hielt eine beeindruckende Laudatio für die geehrte Stiftung. Das Herausstellen der eigenen Leistung gehört offenbar nicht zur Philosophie der Stiftung. So ist die Liste der in der Laudatio genannten unterstützten Projekte wahrscheinlich unvollständig und dennoch beeindruckend: Erhalt historischer Wohnungsbauten in der Wohlwillstraße, Restaurierung der Hauptkirche St. Katharinen, Haus der Patriotischen Gesellschaft, Elbphilharmonie. Die Laudatorin stellte zum Schluss fest: „Die Stiftung hat sich um Hamburgs Stadtbild verdient gemacht!“

Namensgeber

Architekt, Stadtplaner und Visionär

Er gilt als einer der Pioniere in der Erneuerung der Backsteinarchitektur in Hamburg. Er zeichnete viele hoch gelobte Entwürfe, die häufig jedoch nicht zur Ausführung kamen. Nach dem Großen Brand 1842 legte er einen Plan zur Neugestaltung des künftigen Rathausmarktes vor, von dem die Alsterarkaden schließlich realisiert wurden. Fritz Schumacher bezeichnete das Werk Chateauneufs später als die „größte künstlerische Leistung Hamburgs im 19. Jahrhundert“.
nach oben
powered by webEdition CMS