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Bauwerk des Jahres 2019

Kranbauten Neue Mitte Altona

 
Projekt:
Neubau Wohngebäude mit untergeordnetem Gewerbeanteil und gemeinsamer Tiefgarage
Bauherr:
aurelis Asset GmbH c/o aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Region Nord
Architekt:
Architekt André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA
Tragwerksplanung:
WETZEL & von SEHT, Hamburg
Landschaftsarchitekten:
arbos GmbH , Hamburg
 
LAUDATIO


Sechs quergestellte, stark gegliederte und mit weit (über 3 m), aggressiv auskragenden Balkonen auf sich aufmerksam machende Baukörper, bilden das Entrée aus der „Alten Mitte" von Süden. Sie fädeln sich an der Rückseite von ehemaligen, heute denkmalgeschützten Güterschuppen auf und verzahnen sich gleichsam mit ihnen, indem sie ab dem 4. Obergeschoss etwa 10 m über die Dachlandschaft der Hallen auskragen und so optisch die frühere Nutzung des Areals sowie die heutige als Nahversorgungszentrum mit der neuen Wohnnutzung verbinden. Den Eingang des Areals von Süden markiert die Gabelung der Zufahrt an einem dreieckigen Grünplatz mit einem alten Verwaltungsgebäude, das heute für Gemeinnutz offensteht.
Die Grundrisse der beiden Kopfbauten sind zudem interessant und wegweisend. Zwei Maisonetten im Erd- und 1. Obergeschoss, gedacht als Mischnutzung für Gewerbe und Wohnen, sind direkt von der Straße aus zugänglich. Ein Treppenhaus erschließt die darüber liegenden Ebenen. In den folgenden Geschossen wird der Grundriss abermals verändert, weil die Baukörper unterschiedlich durch über zwei Geschosse führende Auskerbungen plastisch variiert werden. Langweilig wird es nie!
Bei Wohnbauten spielen die Tragwerksplaner meist immer noch die Rolle des „Statikers", der lediglich alles nachweisen muss, was der Architekt sich ausgedacht hat – und das unterschied sich ohnehin nicht sehr von den üblichen Modellen. Nicht so hier – wie allein die 10 m tiefe Auskragung vermuten lässt. Die Kran-Trag-Arme werden gehalten durch drei Wandscheibenträger mit ausgeschnittenen Türen und Fenstern – diese immerhin geschosshoch.
Felicitas Kukuck, eine allem Neuen aufgeschlossene Komponistin aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, die der Straße ihren Namen gab, wird das sicher von ihrer „Wolke 7" mit Wohlwollen begleiten!

Gerhard Hirschfeld
Hamburg, im Oktober 2020


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