18. April 2019

Jubiläum

Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (AIV) 160 Jahre alt!

Am 18. April 1859 trafen sich zwei junge Architekten, Ernst Gluer und Hermann Hastedt in kleiner Runde im Haus der Patriotischen Gesellschaft mit dem durch Familienbande fest im Netzwerk der Stadt eingebundenen älteren Kollegen Franz Georg Stammann. Sie wollten mit ihm gemeinsam aushecken, wie Alt und Jung, Einflussreiche und Newcomer am besten zu verbinden seien. Das war die Geburtsstunde des heutigen Architekten- und Ingenieurvereins - aiv! Prominente Mitglieder wie Martin Haller, der Rathausarchitekt, Fritz Schumacher, Hamburgs unvergessener Oberbaudirektor, und der Schöpfer der Speicherstadt, Franz Andreas Meyer bestimmten das spätere Vereinsleben.

Heute erfreut sich der nunmehr 160-Jährige bester Gesundheit: Erst vor drei Jahren wurde der   9. Band des alle 15 Jahre erscheinenden Standard-Werks hamburgischen Bauens „Hamburg und seine Bauten" abgeschlossen – die Arbeit geht weiter! Vorträge und Baustellenbesichtigungen sorgen für die Weiterbildung. Durch die Auszeichnung von „Bauwerken des Jahres" wird immer wieder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Entwicklung im Baugeschehen der Hansestadt gelenkt. Und alle Jahre bringt der Verein die „Tanzenden Türme" an der Reeperbahn gefühlt ins Schwanken, wenn im Keller das Fest der Architekten und Ingenieure die Fundamente vibrieren lässt – „aiv goes mojo"!

Zu seinem 160. Geburtstag geht es so weiter wie alles begann – die alten Hasen stellen sich den jungen Architekten und Ingenieuren zur Verfügung. In diesem Semester begleitet der aiv Studienarbeiten im Masterprogramm der HafenCity Universität. Unter dem Titel „Poesie im Bauen" hat der Verein einen Preis ausgelobt und steht dem Nachwuchs mit namhaften Kolleginnen und Kollegen als Paten zur Seite.

Gerhard Hirschfeld



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