Prämierung der “Bauwerke des Jahres 2025”

Glänzende Baukultur: drei Bronzeplaketten für “Bauwerk des Jahres 2025”
Ein fantastischer Veranstaltungsort, mitreißender New-Folk-Jazz und viel Gesprächsstoff über Hamburgs Baukultur: Am 15. Oktober 2026 zeichnete der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e. V. (AIV Hamburg) drei herausragende Bauwerke des Jahres 2025 aus. Schauplatz war das Hamburger Konservatorium – selbst “Bauwerk des Jahres 2024”. In der gut gefüllten Aula stimmte das Trio Saxyarpa mit Harfe, Saxofon und Cajon das Publikum auf einen Abend voller spannender Projekte und nachhaltiger Baukunst ein.
Mit dem Fahrrad auf Jury-Tour
82 Hamburger Bauwerke, die 2025 fertiggestellt wurden, hatte die Jury zunächst anhand der eingereichten Unterlagen gesichtet. Im Frühjahr erkundeten die zwölf Jurymitglieder auf einer Radtour rund 30 Gebäude aus der engeren Auswahl. Persönliche Eindrücke und fachlicher Austausch bildeten die Grundlage ihrer Entscheidung. AIV-Vorsitzender Dr.-Ing. Stefan Ehmann betonte in seiner lebendigen Moderation, worauf es ankomme: herausragende Bauqualität, nachhaltige Lösungen und das Zusammenspiel der Disziplinen. Denn gute Architektur entstehe, wenn Bauherr:innen, Architekt:innen, Ingenieur:innen und Tragwerksplaner:innen gemeinsam überzeugende Lösungen entwickelten.
Drei Preisträger, drei starke Geschichten
- Trinitatis Quartier: Ein Ort für Gemeinschaft
Im Bezirk Altona verbindet das Trinitatis Quartier sensible Architektur mit sozialer Stadtentwicklung. Laudator Peter Olbert würdigte die Häusergruppe als gelungenen Beitrag dazu, die Kirche aus ihrer Isolation zu holen und einen Ort der Gemeinschaft ohne Rangordnung zu schaffen. Das Quartier zeigt, wie Architektur Begegnung und Zusammenhalt fördern kann.
- Wohnen hoch drei: Gemeinsam nachhaltig wohnen
In Marmstorf ist auf dem Grundstück an der Elfenwiese ein Mehrgenerationenwohnprojekt für 24 Parteien entstanden. Das Projekt verbindet Wohnen in Holzbauweise mit gemeinschaftlichem Leben im grünen Süden Hamburgs. Laudator Matthias Hein hob die überzeugende nachhaltige Umsetzung hervor – und das Potenzial eines Wohnkonzepts, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zusammenbringt.
- Maschinenzentralstation M28/M29: Geschichte neu gedacht
In der Speicherstadt führt die ehemalige Maschinenzentralstation Block M28/M29
Hamburger Industriegeschichte in die Zukunft. Das frühere Kesselhaus versorgte im 19. Jahrhundert die Speicherstadt mit Energie. Laudator Alexander Steffens lobte die gelungene Neuinterpretation des Bestands und würdigte ausdrücklich die Denkmalpflege. Gemeinsam ist es den Beteiligten gelungen, historische Substanz und neue Nutzung überzeugend in der UNESCO-Welterbestätte zu verbinden.
Swingende Baukultur
Die Combo Saxyarpa lieferte mit viel Liebe den Soundtrack für den Abend und begleitete auch den Ausklang mit Snacks, Drinks und angeregten Gesprächen. Im Foyer wurde diskutiert und gefachsimpelt – so lebhaft, dass die Gespräche beinahe mit der mitreißenden Musik des Trios konkurrierten.
Bitte vormerken: AIV goes Mojo am 12. Februar 2027
Nach der Preisverleihung ist vor dem nächsten Branchentreff: Die nächste Clubnacht AIV goes Mojo findet am 12. Februar 2027 statt.
Der AIV Hamburg freut sich auf neue Mitglieder (PDF) und ein Wiedersehen mit der Hamburger Bau- und Planungsszene – für neue Begegnungen und frische Impulse.




















































































